Geschichte

 
 

Bevor es "Strom" gab


Wir heutigen, energiebedürftigen Menschen können uns ein Leben ohne Strom kaum mehr vorstellen. Und doch war noch vor etwa 140 Jahren die Elektrizität ein Buch mit mehr als sieben Siegeln.

Bis in die Mitte des vorletzten Jahrhunderts erhellten Kienspäne, Kerzen und Öllämpchen mehr recht als schlecht die Stuben und Kammern unserer Vorfahren.

Von der Beleuchtung der öffentlichen Strassen und Plätze wusste man in unseren Dörfern nichts. Wer in der Nacht ausging, der nahm seine Laterne mit.

Gründung der Elektra Wolfwil


Man tat sich schwer in Wolfwil, das "elektrische Licht" einzuführen. Gemeindeversammlungen in den Jahren 1896, 1902, 1904 und zuletzt am 27. Mai 1906 führten stets zu ablehnenden Beschlüssen.

Da hatten die 5 Mitglieder der damaligen  "Lichtkommission" genug. Sie scharten weitere 30 Personen um sich und gründeten kurzerhand eine Genossenschaft mit dem Namen "Elektra Wolfwil". Die Statuten wurden schlussendlich von 43 Gründern unterzeichnet, welche ihren damals sicher hohen Beitrag in die Kasse leisteten.

Noch im selben Jahr wurde mit dem Elektrizitäts-werk Wynau ein Energielieferungsvertrag abgeschlossen und mit den Bauarbeiten begonnen.

Der Unternehmer Emil Mumprecht aus Herzogenbuchsee unterzeichnete am 11.01.1906 einen Vertrag über Fr. 12'400.- für die Erstellung der ersten Transformatorenstation südlich des Rest. Schlüssel und von 93 Freileitungsstangen.

Immer neue Aufgaben kamen auf die Elektra zu. Nach 10 Jahren konnte der Lehrer Kölliker im Protokoll vermerken: "Getreulich hat die Genossen-schaft zusammengehalten und mitgeholfen, das anfangs schwache Bäumlein zu stützen und sein Wachstum zu fördern, bis es endlich zu einem ertragsreichen Baum geworden ist.

Im ersten Geschäftsjahr 1906/07 zahlten 74 Abonnenten rund Fr. 3'300.- für "Lichtzins". Heute sind es über 900 Abonnenten mit einem Strombezug von mehr als 2 Mio. Franken.

 
 
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Pumpwerk Oeli beim Aarerank